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Thomas Bernhard im Mittwoch:Theater: DER SCHEIN TRÜGT

DER SCHEIN TRÜGT - Tragikkomödie von Thomas Bernhard
mit Hans-Jürgen Mitschke und Rüdiger Preuße

Die Halbbrüder Karl und Robert, beide einst der Enge ihrer bürgerlichen Herkunft entronnen - der eine als Artist, der
andere als Schauspieler - sehen sich nun nach Mathildes Tod aufeinander angewiesen, um ihrer Einsamkeit in absurden
Ritualen zu entkommen. Nur eines sorgt bei Karl für tiefe Irritation: Warum bloß hat seine Lebensgefährtin das
Wochenendhäuschen Robert vermacht und nicht ihm?

Neue Presse Hannover 30. Jan. 2006

Thomas Bernhard als Achterbahnfahrt – von Uwe Kreuzer

Regisseurin Olga Tews macht aus Bernhards eher zäher Charakterstudie eine Achterbahnfahrt. Die beiden gealterten
Brüder Karl (Hans-Jürgen Mitschke) und Robert (Rüdiger Preuße), einander in Hassliebe zugetan, müssen nach dem Tod
von Karls Lebensgefährtin ihr Dasein neu sortieren. Zweimal in der Woche treffen sie sich, denn „Gewohnheit muss
sein“, aber eigentlich haben sich Karl und Robert nicht viel zu sagen. Tews zeigt uns die alten, unglücklichen
Künstler als keifende, eifersüchtige Mimosen. Darin offenbart sie die Einsamkeit der Protagonisten. Die gegenseitige
Abneigung, die bösen unterschwelligen Spitzen – die Brüder haben sich arrangiert damit, viel über den anderen zu
denken und nur wenig zu reden. Die Inszenierung schafft es, gerade diesen Aspekt herauszuheben. Und dem Ensemble gelingt
es, dass die Zuschauer diesen Aspekt als Teil auch ihres Lebens begreifen.“



Hannoversche Allgemeine Zeitung 31. Jan. 2006

Ein Lächeln für die Liebe – von Ludwig Zerull:

„Karl, ein ehemaliger Artist, hat 30 Jahre lang mit Mathilde zusammengelebt. Mathilde hat als Kind nichts zu Wege
gebracht; eigentlich wollte sie Pianistin werden. Karl brüstet sich damit, was er aus ihr gemacht hat. Aber ihr
Klavierspiel hält er für musikalischen Schwachsinn“. Wir erfahren viel über Mathilde in Thomas Bernhards 1984
uraufgeführtem Zweipersonenstück „Der Schein trügt“, das jetzt im Mittwoch-Theater gespielt wird – obgleich
Mathilde nicht auftritt. […].

Rüdiger Preuße als alter, resignierter und doch siegender Schauspieler Robert spielt seine Rolle fast stumm, aber
überhaupt nicht mit der „notwendigen Gefühlskälte der Schauspieler“, die der lamentierende Karl Robert unterstellt.
Preuße arbeitet auf jenes Lächeln am Schluss hin. Hans-Jürgen Mitschke als Karl, als eingebildeter Lebens – und
Liebeskünstler, spielt genau so überzeugend […]. Für ihr Spiel und die Inszenierung von Olga Tews gab es
begeisterten Beifall.“

8., 15., 22., und 25. Februar | 1., 8., 15., 22. und 29. März | 19., 22., 26., 29. April



Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.

11,50 Euro | erm. 8,00 Euro | Schulklassen ab 10 p. P. 6,00 Euro

Unsere Abendkasse öffnet ab 18. 45 Uhr, vorbestellte Karten sollten bis spätestens 19.15 Uhr abgeholt werden.

Kartenvorbestellung und Infos unter:
www.mittochtheater.de oder Tel. (0511) 456 205




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